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W𝗶𝗲 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗻 𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵ö𝗽𝗳𝘁𝗲𝘀 𝗧𝗲𝗮𝗺 𝗳ü𝗵𝗿𝗲𝗻, 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁 𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵ö𝗽𝗳𝘁 𝗯𝗶𝗻?

„Susann, Du bist wie der Phoenix aus der Asche!“, sagte mal ein Kollege zu mir. „Du schüttelst Dinge ab, rappelst dich auf und weiter geht der wilde Flug!“

🔥 Das Problem dabei ist nur, dass dem Aufstieg aus der Asche – um bei diesem Bild zu bleiben – auch immer ein Untergang in Flammen vorangeht. Und ich weiß, wovon ich spreche, denn genau das habe ich schon einmal erlebt.

Ich habe vor mehreren Jahren eine Phase der Erschöpfung durchgemacht, die ich für mich nur mit einer langen Auszeit abfedern konnte. Ich habe mich für mehrere Wochen zurückgezogen, um meine Akkus wieder aufzuladen.

❌ Heute gehe ich mit meiner Erschöpfung anders um, denn was damals für mich gut funktioniert hat, ist keine nachhaltige Bewältigungsstrategie. Erst recht nicht, wenn die Welle der Erschöpfung plötzlich das ganze Team erfasst. Stichwort: Pandemie.

Als Führungskraft kann ich ja schlecht das ganze Team in ein 3-monatiges Sabbatical schicken – auch, wenn ich es allen von Herzen gönnen würde. Also mussten Michael und ich uns gemeinsam die Frage stellen: Was können wir tun?

Welche Schritte wir genau unternommen haben und wie unsere Bewältigungsstrategie aussieht, das erzählt Dir mein Partner Michael in seinem Beitrag (Link im ersten Kommentar).

💡Ich hingegen möchte zum Abschluss auf das Thema eingehen, das mir besonders am Herzen liegt: Selbstreflexion! Denn seit ich selbst vor einigen Jahren damit angefangen habe, regelmäßig Coachings in Anspruch zu nehmen, bin ich der festen Überzeugung, dass jede Führungskraft einen eigenen Coach haben sollte – und zwar nicht nur in Zeiten von Erschöpfung und Krisen.

Es ist ein bisschen so, wie bei einem Flugzeugabsturz: Wenn der Druck in der Kabine sinkt und ich selbst keine Luft mehr bekomme, dann kann ich auch den Menschen um mich herum nicht mehr helfen. Also: immer zuerst sich selbst die Sauerstoffmaske anlegen!

Übertragen auf meine Rolle als Führungskraft bedeutet das: Nur, wenn ich mich und meine individuelle Situation reflektiere und Klarheit darüber gewinne, warum ich erschöpft bin und welche Themen mir gerade zu schaffen machen, nur dann kann ich auch Lösungen finden.

🔑 Für mich ist Selbstreflexion deshalb der Schlüssel, um neue Kraft zu schöpfen und in schwierigen Zeiten nicht nur für mich selbst zu sorgen, sondern im Anschluss auch für mein erschöpftes Team da zu sein. Denn: Nur wer sich selbst wahrnehmen kann, kann auch seine Verbindung zu anderen wahrnehmen und sich in dieser Verbindung dann kritisch reflektieren.